Es gibt gute Neuigkeiten für die Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt. Die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm ist aufgehoben und somit stehen 2010 noch 115 Millionen Euro für die Förderung erneuerbarer Energien bereit. Carsten König, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft atmet damit auf. Wenn die Fördergelder ausgeblieben wären, hätte dies sicher einige Unternehmen in die Insolvenz getrieben. Die Hoffnung ist, dass nun wieder einige Menschen mehr auf die Solarthermie umsteigen, da es wieder gefördert wird und auch das Wetter hierzulande optimal ist.

Meist zahlt sich die Investition schon nach wenigen Jahren aus, gerade weil die Preise für Öl und Gas immer weiter steigen. Eine Anlage mit Flachkollektoren mit Heizungsunterstützung liegt z.B. bei ca. 10.000 bis 12.000, dies ist für einen Vier-Personen Haushalt ausgelegt. Der Staat übernimmt hiervon 10 Prozent. Wenn man seine Heizung noch bis Ende des Jahres gegen einen Brennwertkessel tauscht legt der Staat sogar noch einmal 400 Euro als Kesseltauschbonus drauf.

Die meisten Menschen, die sich für einen Umstieg entscheiden, erneuern ihre Heizkessel im Sommer. Hauptkunden sind Familien, die auf umweltfreundliche Energien zurückgreifen möchten.

Erleichtert über eine Weiterförderung ist auch der Bundesindustrieverband Deutschland Haus- Energie- und Umwelttechnik. Man hofft das durch die Förderung nun auch der Markt einen Aufschwung erhält.

Der Staat fördert jedoch nur Pelletkessel, Solarkollektoren zur kombinierten Wasseraufbereitung und Heizungsunterstützung und hochleistungsfähige Wärmepumpen. Anlagen im Neubau werden hingegen nicht mehr gefördert, da der Einsatz erneuerbarer Energien hier schon Vorschrift ist. Auch Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung werden nun nicht mehr staatlich gefördert. Ebenso entfallen nicht effiziente Wärmepumpen, luftgeführte Pelletöfen und Scheitholzvergaserkessel. Diese Förderkonditionen werden zunächst bis Ende 2011 aufrecht erhalten.