Wasser, das von der Außenseite in einen Keller eindringt oder als ständige Feuchtigkeit die Wände des Kellers durchdringt, kann verschiedene Ursachen haben.

Eine mögliche Ursache liegt in einer unsachgemäßen Beurteilung der vorliegenden Grundwasserverhältnisse und einer nicht darauf abgestimmten Gründung und Trockenhaltung des Kellers. Vielen Bauherren, aber auch einigen Architekten, ist nicht bewusst, dass der Grundwasserstand starken natürlichen Schwankungen ausgesetzt ist. In Norddeutschland schwankt der Grundwasserspiegel im Jahresverlauf um etwa einen Meter, langjährig kann die Schwankungsbreite noch höher sein. Bei benachbarten großen Vorflutern wie etwa dem Rhein können diese Beträge größer sein.

Wurden die Untergrundverhältnisse zu Zeiten erniedrigter Grundwasserstände, die am Ende der Vegetationsperiode, also im Spätsommer auftreten, erkundet, so kann es vorkommen, dass die Höhe des Wasserstandes falsch beurteilt wird. In Zeiten erhöhter Grundwasserstände kann dann drückendes Wasser an den Außenwänden des Kellers anstehen und Feuchteschäden bis hin zur Flutung des Kellers bewirken.

Aber auch wenn das Gebäude in einem Baugrund ohne Grundwasserführung, also einem Ton oder Lehm, gegründet wurde, kann es zu Wasserschäden kommen. Eine häufige Ursache ist der „Badewanneneffekt“, der eintritt, wenn Oberflächenwasser oder Sickerwasser in eine durchlässige Baugrubenverfüllung einfließt und sich im bindigen Baugrund anstaut.

Gegen von außen drückendes Wasser sind Maßnahmen im Inneren des Gebäudes meist nur wenig oder gar nicht erfolgversprechend. Daher ist eine Kellerabdichtung von außen sehr wichtig und im Bedarfsfall ist für eine Abführung des Wassers Sorge zu tragen.

Zur Abdichtung ist eine Außenbeschichtung aus Bitumen eine einfache und bewährte Lösung. Bei starkem Wasseranfall ist diese Dichtung mit einer Dränage zu kombinieren.