Saftig-grüner und zugleich dichter Rasen – wer empfindet bei einem solchen Anblick nicht tiefe Entspannung und Freude. Doch gerade im Sommer ist der Rasen mitunter großen Belastungen ausgesetzt – viel Sonne und Trockenheit inklusive. Hier ist zweifellos besondere und auch regelmäßige Pflege gefragt. Was gilt es zu tun?

Rasen mähen – Auf die richtige Länge kommt es an

Keine Frage: Ein dichter Rasen bedarf regelmäßigen Mähens – im Mittel etwa alle zehn Tage. Zu Sommerbeginn darf es auch öfter sein – etwa einmal wöchentlich. Vor allem in den ersten Wochen dieser wärmsten Zeit des Jahres wächst der Rasen schnell. Hier kommt die sogenannte „Ein-Drittel-Regel“ ins Spiel. Das heißt: Mähen Sie Ihren Rasen so, dass Sie beim ersten Arbeitsgang keinesfalls mehr als ein Drittel seiner Blattfläche abschneiden. Dazu sollte der Rasenmäher nach Möglichkeit nicht tiefer als auf ein Drittel der Halmlänge – etwa 3-4 cm – eingestellt werden. Besonderes Augenmerk gilt es, darauf zu richten, dass der Rasen keinesfalls zu kurz gemäht wird.

Rasen mähen im Sommer

Da es verhältnismäßig lange dauert, bis sich eine Rasenpflanze wieder erholt, bieten Sie dem Rasen die Möglichkeit, via Erhalt des Vegetationspunktes erneut auszutreiben und neue Seitentriebe zu bilden. Der Rasen wird auf diese Weise dichter und verbrennt auch nicht mehr so leicht via Sonne. Andernfalls gilt: Das Wasser verdunstet sonst noch schneller, und der Boden trocknet wenig später aus. Darüber hinaus führt ein Rasen, welcher zu kurz geschoren wurde, zum Wachstum von Unkraut.

Die Schärfe der Klingen erweist sich als das entscheidende Kriterium bei der Wahl eines Rasenmähers – bei unscharfem Schneideapparat kann sich ein gräulicher Schimmer komplett über den Rasen legen. Auch sollten Sie es vermeiden, nassen Rasen zu mähen – den Schneidemessern bekommt dies nicht gut, sie stumpfen ab. Grundsätzlich sollten Sie ohnehin drauf achten, dass besonders die Sicheln Ihres Rasenmähers richtig scharf sind – stumpfe Messer bedeuten hingegen unnötigen Stress für Ihren Rasen, und er wird davon krank. Machen die Ränder der bereits geschnittenen Grashalme einen ausgefransten Eindruck, bedürfen die Messer Ihres Rasenmähers dringend eine Schärfung.

Nach dem Mähen stellt sich natürlich auch immer die Frage des „Wohin“ – also wohin mit dem Rasenschnitt. Keine Frage: Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, ihn beim Grünabfall zu deponieren. Die Müllabfuhr wird sich dann turnusgemäß um den Rasenabfall kümmern beziehungsweise ihn – im richtigen Sack verpackt – abholen. Als gute Möglichkeit erweist sich ein Komposthaufen, auf welchen Sie den Rasenschnitt werfen können. Idealerweise können Sie ihn außerdem mit gehäckseltem Heckenschnitt mischen. Auf diese Weise entsteht nach und nach feinster Kompost – das sogenannte „schwarze Gold des Gärtners“.

Rasen ausreichend bewässern im Sommer

Ausreichend bewässern!

Nicht wenige denken, ihrem Rasen etwas Gutes zu tun, wenn sie ihn bei drückender Hitze häufiger gießen. Doch Experten warnen davor und betonen, dass es falsch sei, im Sommer bei der Rasenpflege besonders viel zu gießen. Vielmehr reicht es vollkommen aus, den Rasen zwei- bis dreimal pro Woche ordentlich zu bewässern. Dabei hängt die Menge an Flüssigkeit vom Boden ab, wobei 20 Millimeter pro Quadratmeter als ein guter Wert zu betrachten sind. Sicherlich haben Sie auch schon oft den Rat bekommen, wonach es am besten sei, den Rasen abends zu sprengen, da tagsüber die Kombination aus Wasser und Sonne den Rasen verbrennt. Diese Auffassung erweist sich heute als überholt.

Es ist praktisch irrelevant, wann Sie Ihren Rasen sprengen. Faktisch eignet sich jede Tageszeit, wobei der Morgen genauso wie der Abend sicherlich besonders gut geeignet erscheinen. Sprinkler sollten bereits morgens aufgestellt werden – so kann der Rasen abtrocknen. Andernfalls könnte sich – bei zu viel Nässe – über Nacht ein Pilzbefall einstellen.

Während des Bewässerungsvorgangs sollte auf der betreffenden Fläche auf weitere Aktivitäten verzichtet werden. So erklärt sich vermutlich auch die weit verbreitete Auffassung vom Zusammenspiel Sonne-Wasser – insbesondere tagsüber sind natürlich verbreitet Kinder im Garten. Am besten erscheint, bereits morgens die Bewässerung des Bodens einzuleiten und abends zu mähen, sobald der Rasen trocken ist. Außerdem ist der Boden gerade in den Morgenstunden aufgrund der geringeren Temperatur wesentlich aufnahmefähiger, und er wird es auch wieder mit fortschreitendem Abend. In extrem heißen Perioden erweist es sich als optimal, wenn der Rasen nicht nur morgens, sondern auch abends einen relativ großen Schluck aus der Gartenbrause erhält.

Düngen nicht vergessen!

Egal ob Kalium, Phosphor, Magnesium, egal ob Calcium oder Stickstoff – all diese Nährstoffe erhalten Ihren Rasen am Leben. Natürlich benötigt Ihr Rasen auch im Sommer ausreichend Nährstoffe, soll er auch weiterhin sattgrün und dicht bleiben – dies umso mehr, als die Nährstoffe der Frühjahrsdünung mit Beginn des Sommers nahezu aufgebraucht sein dürften. Um den Rasen auch bei ausgelassenen Grillfesten im Garten weiter in gesundem Zustand bewundern zu können, sollte Anfang des Sommers eine weitere Düngung erfolgen. Selbst nicht betretene Rasenflächen benötigen einen Vitaminkick. Leidet der Rasen unter Nährstoffmangel, so macht sich dies in geringerem Wachstum sowie nachlassender Grünfärbung bemerkbar. Idealerweise sollten Sie Ihren Rasen frühzeitig düngen – am besten im Juni, um ihn so nachhaltig für den heißen Sommer zu präparieren.

Spezialdünger enthalten notwendige essentielle Nährstoffe in einem besonderen Mischungsverhältnis – sie ermöglichen ein gesundes Wachstum Ihres Rasens. Im Sommer empfiehlt es sich, einen Dünger mit Langzeitwirkung zu verwenden. Ein solcher Dünger gibt die Nährstoffe über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten ab – so wächst der Rasen langsam und gleichzeitig dicht. Wichtig erscheint, dass der verwendete Dünger auch das richtige Nährstoffverhältnis besitzt. So wirken Dünger mit einem vergleichsweise hohen Anteil von sofort verfügbarem Stickstoff zwar schnell, allerdings nicht nachhaltig. Teilweise führen sie in den Sommermonaten sogar zu Verbrennung.

Umso wichtiger erscheint es, auf die „richtige“ beziehungsweise hohe Qualität des Rasendüngers zu achten. Als Merkmale eines hochwertigen Rasendüngers gelten – neben der langanhaltenden Wirkung des Spezialdüngers – vor allem das richtige Mischungsverhältnis der Nährstoffe sowie die Vermeidung von Verbrennungen bei exakter Dosierung.

Apropos Sprinkleranlage: Nach dem Düngen sollten Sie großzügig bewässern – gleichwohl vorsichtig, am besten via Sprinkleranlage. Eine kontinuierliche Kontrolle Ihres Rasens sowie entsprechende Anpassung des Wasserbedarfs helfen Ihnen dabei, Ihren Rasen nachhaltig gesund zu erhalten. Erkennen Sie Abdrücke in der Rasenfläche, so können diese auf einen Wassermangel hindeuten. Eine stetige Bewässerung Ihres Rasens sollte selbstverständlich sei – einmal pro Woche darf es auch etwas mehr sein, etwa 20 Liter pro Quadratmeter. So sollte Ihr Rasen gut gerüstet durch den Sommer kommen – stets viel Freude inklusive. Am Ende heißt es: Es grünt so grün…