Mit kaum einem anderen Gestaltungselement lassen sich Räume so schnell verändern und Stimmungen und Emotionen erzeugen. Doch nicht jede Tapete ist für jeden Raum geeignet. Und auch der Tapetenuntergrund sollte beim Renovieren beachtet werden. Manche Untergründe sind einfach besser geeignet als andere und können auch ohne große Vorarbeiten genutzt werden.

So wird der Untergrund perfekt

Ganz gleich, welcher Untergrund vorhanden ist, beim Malern und Tapezieren braucht fast jeder Grund eine Vorbereitung. Meist sind die Arbeiten nur einmal notwendig und schaffen dann für lange Zeit eine optimale Basis für alle Malerarbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Eigenheim oder das Gartenhaus renoviert werden soll. Je feiner strukturiert und glatter die Tapete ist, desto ebener sollte auch der Untergrund sein. Risse und Unebenheiten müssen entfernt und ausgeglichen werden. Auch loser Putz, Sinterschichten, Ausblühungen, Schimmel und andere Schäden sollten gut entfernt werden. Nur mit einer guten Vorbereitung wirken Farben und Tapeten von Decowunder perfekt.

Gipskarton und Gipsputz als Tapetenuntergrund

Die besten Voraussetzungen bringen Wände aus Gipskarton oder mit Gipsputz mit sich. Hier muss lediglich ein Tiefengrund aufgetragen werden. Bei Gipskartonplatten sollte dieser gleich mit einer weißen Farbe vermischt werden, sodass ein gleichmäßig heller Untergrund für Tapeten entsteht. Gleiche Vorarbeiten sind auch beim Streichen von Farben notwendig. Der gleichmäßig helle Untergrund ist besonders bei Vliestapeten, aber auch alle anderen Tapeten und Farben wichtig, damit die Farbunterschiede des Untergrundes nicht durchscheinen.

Grober Putz ist kein guter Tapetengrund

Sehr große Putzstrukturen lassen sich nicht nur schwer streichen, sondern sind auch beim Tapezieren ungünstig. Die raue Struktur drückt durch Tapeten durch. Je glatter die Tapeten sind, desto mehr ist die Untergrundstruktur durchzusehen. Hier bietet es sich an, die Wände zu spachteln und so einen glatten Untergrund zu schaffen. Soll der Strukturputz farbig werden, ist ein Tiefengrund erforderlich, sofern der Putz neu ist. Lediglich bei älterem Putz, auf den schon Farbe aufgetragen wurde, kann darauf verzichtet werden. Extrem großer Strukturputz lässt sich auch nur schwer streichen. Bei solchen Strukturen ist eine Farbspritzpistole oder Ähnliches angebracht.

Feiner Putzmörtel ist ein guter Untergrund für Tapeten

Die meisten Wänden verfügen über einen normalen feinen Putzmörtel. Ist der Putz neu aufgetragen, sollte er vor dem Tapezieren und Streichen wenigstens sechs Wochen Zeit zum Austrocknen haben. Je nach Jahreszeit kann es auch etwas länger dauern. Vor dem Tapezieren oder Streichen kommt ein Tiefengrund auf den Putz, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit zu schaffen. Putz, auf dem schon mehrfach tapeziert wurde, benötigt keinen Tiefengrund mehr. Alter Putz sollte auf Risse, lose und sandende Stellen und Anstriche kontrolliert werden.

Betonwände als Untergrund für Tapeten

Wer in Betonneubauten wohnt, kennt sie, die Betonwände, bei denen eine ganz anders ausschaut als die andere. Im günstigsten Fall verfügen die Platten über keine Löcher und keine Schalölreste. Dann kann es sofort mit dem Tapezieren losgehen. Löcher müssen natürlich verspachtelt werden. Für das Schalöl gibt es spezielle Reiniger, mit denen das Öl entfernt werden kann. Bei Betonwänden bietet sich eine Makulaturtapete als Untergrund an, welche für einen gleichmäßigen Untergrund sorgt. Dadurch kann die eigentliche Tapete leichter aufgebracht werden.

Dann geht es los

Erst wenn der Untergrund gut vorbereitet ist, können die Renovierungsarbeiten starten. Gutes, solides Werkzeug erleichtert die Tapezierarbeiten. Bei den Tapeten sollte der Verwendungszweck berücksichtigt werden. In Küche und Badezimmer sind abwaschbare oder gar scheuerfeste Tapeten geeignet, denen auch Wasserspritzer nichts anhaben können. Scheuerfeste Tapeten sind auch in einem Haushalt mit Kindern und Tieren für den Flur gut geeignet. Meist kommt man hier mit schmutzigen Sachen auch mal an die Wände oder der große Schäferhund streift mit dem Fell an der Wand lang. Zurück bleiben meist Schmutzflecke, die auf solchen Tapeten mit einer weichen Bürste und Seifenlauge leicht entfernt werden können.

Edler wird es in Wohnzimmer und Schlafzimmer. Stofftapeten, Naturtapeten oder Leimdrucktapeten sorgen für ein exklusives Ambiente. Kinder- und Jugendzimmer sollten mit Tapeten gestaltet werden, die dafür designt wurden. Zum einen haben Kinder und Jugendliche ein ganz anderes Farbverständnis und lieben es bunter, zum anderen unterliegen diese Tapeten meist besonderen DIN-Normen.