Solarfassaden bieten viele Vorteile und werden gefördert, jedoch nehmen nicht viele Haushalte daran teil. Auch wenn keine Anschaffungskosten entstehen und man ab dem ersten Monat eine Nettoersparnis hat, ist dies kein Anreiz für Hausbesitzer. Dies zeigt eine Studie von Forschern im Vorfeld des EnergyForums. In der Studie kristallisiert sich heraus, dass es vielmehr Barrieren gibt, als fehlendes Know-how der Architekten oder vermeintlich hohe Kosten.

Energiefassaden sind sehr preiswert und die Kosten sinken immer weiter. Jedoch gibt es kaum Konzepte um die Solarfassaden zu einem Selbstläufer zu machen. Einfach nur finanzielle Anreize geben reicht dazu nicht aus. Doch gerade bei Hochhäusern wird man in Zukunft fast gar nicht mehr um Solarfassaden herumkommen , um den Niedrigstenergie Standard zu erfüllen.

In Bauprojekten tauchen Solarfassaden jedoch immer mehr auf. Doch meist wird sie in irgendeiner Bauphase vom Bauherrn wieder verworfen. Ein Problem ist, dass das System sehr komplex ist und als zu teuer eingestuft wird, was nicht stimmt. Bauherren, Immobilienkäufer und Architekten sind jedoch nicht informiert über Kosten und Nutzen einer solchen Anlage.

Doch auch der Staat ist mit Schuld an der Ignoranz der Bauherren. Die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten sind meist so, dass man Baukosten nur langfristig abschreiben kann, während man einen monatlichen Energieverbrauch sofort abschreiben muss. Aus diesem Grund will man die Baukosten so gering wie möglich halten und denkt dabei weniger an die Energiesenkung.

Wichtig ist daher, dass man Bauherren gezielt persönlich anspricht und für Solarfassaden wirbt. Gerade Heizungs- und Elektroinstallateure, Architekten und Fassadenbauer sind hier gefordert, die Vorteile aufzuzeigen.